Umzug
Der Umzug ist geschafft, die Sachen sind sicher und trocken im Keller von Tante Gisela verstaut und wir wissen jetzt, dass unser restlicher Hausrat so ziemlich genau 15 Qubikmeter beträgt. Das war nämlich genau das Volumen des Transporters, den wir uns für unseren Umzug gemietet hatten. Wir sind beide erleichtert, dass wir den Umzug endlich hinter uns haben. Es lief alles wie am Schnürchen, nichts ist kaputt gegangen und endlich ist nun die Zeit vorbei, in der man täglich unzählige Gegenstände in der Hand hält und sich fragt: “Wegschmeissen, Verkaufen oder Behalten?”
Mit den vielen Helfern, die wir hatten, war unser Krimskrams innerhalb von einer Stunde im Transporter verstaut und fast genauso schnell verlief das Auspacken in Barmstedt. Also im Grossen und Ganzen hatten wir einen relativ entspannten Umzug, der Dank guter Vorbereitung und vieler Helfer schnell über die Bühne ging. Vielen Dank an alle, die mit angepackt haben. Jetzt ist Montag morgen und wenn ich mich hier umschaue, dann sehe ich unsere beiden Rucksäcke, zwei Klappmatratzen, einen Wäscheständer und noch ein bisschen Kleinkram. Was das für ein Gefühl ist? Hmm, ich würde sagen ein sehr Gutes, denn nun wird uns erst richtig bewusst, mit wie wenig wir eigentlich auskommen werden und irgendwie ist das ein gutes und befreiendes Gefühl. An dem Spruch „Besitz belastet” ist schon etwas Wahres dran und je weniger ich mit mir herumschleppe, desto freier und beweglicher fühl ich mich. Das motiviert doch noch mal, nur das Nötigste in den Rucksack zu packen. Mal sehn, wie schwer die Teile am Ende sein werden. In sechs Tagen geht es los und nun stellt sich auch so langsam ein kribbeliges Gefühl der Vorfreude und Spannung ein. Denn der Zug ist nun schon so weit ins rollen gebracht, das ein Abspringen nicht mehr möglich ist und ein Zurück in unser gewohntes Leben erst recht nicht, denn das gibt es nicht mehr.
In den verbleibenden sechs Tagen haben wir jetzt noch Zeit, unsere Wohnung zu renovieren, Freunde zu treffen, noch ein paar Besorgungen zu machen und das Gefühl, dass etwas Neues, Aufregendes beginnt, zu geniessen.

Mittwoch 29. Juli 2009 um 19:11
“Wirklich glücklich ist nur der, der nichts besitzt.” So oder so ähnlich lautet doch irgendeine fernöstliche Weisheit.
Grüße aus Bremen,
Stefan (der mit Antje nach Hamburg gereist und rechtzeitig vor der Schanzenkrawalle wieder verschwunden ist)
P.S.: Volumen werden in Kubikmetern angegeben
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Hola Stefan! Danke, wird sofort geaendert - war ein Schreibfehler. (Helge)