Torres del Paine
Nachdem ich die Pinguinkolonie in der Magellanstrasse besucht habe, ging es von Puerto Natales aus in den Nationalpark Torres del Paine. Dieser Park ist wohl das bekannteste Wandergebiet Chiles, gehört zum Welt-Biosphärenreservat von der UNESCO und wird somit auch von sehr vielen Touristen angesteuert. Verschiedene Touren erschließen dieses Gebiet. Die Infrastruktur aus Wanderwegen und Zufahrtsstrassen ist im Park gut ausgebaut, um den Besucherandrang zu bewältigen. Neben Tageswanderungen ohne Übernachtung gibt es die bekannte W-Wanderung (Dauer 3-4 Tage) und den Rundweg (Dauer 7-10 Tage). Alle Wanderwege sind bestens markiert und es ist zumindest auf der W-Wanderung, die ich gegangen bin, fast unmöglich sich zu verlaufen. Am Besuchereingang bekommt man eine kleine Wanderkarte mit den wichtigsten Informationen. Es ist also nicht nötig, sich vorher eine teure Wanderkarte zu kaufen. Auch wie im Reiseführer zu lesen ist, dass man nicht alleine gehen soll, halte ich zumindest in der Hauptsaison für übertriebene Vorsicht. Der Park ist so gut mit Wanderern gefüllt, dass man nie lange warten muss, bis jemand vorbei kommt. Übernachtet wird im Park entweder in den Refugios für sehr viel Geld oder man nimmt ein Zelt mit und übernachtet auf den Campingplätzen, teilweise sogar umsonst.
Erstellt am Freitag 2. April 2010
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Hilfe für Erdbebenopfer in Chile
Hallo, alle zusammen,
wie Ihr alle wisst, wurde Chile von einem verheerenden Erdbeben gefolgt von einer Flutwelle getroffen, 4 Regionen des Landes sind stark betroffen.
Nun sind die ersten Wochen nach dem Erdbeben verstrichen und leider ist es so, dass wir selber, durch unsere ganz eigenen Umstände, für die Familien und Menschen, die ihr Dach über dem Kopf und noch viel mehr bei dem Erdbeben verloren haben, wenig tun können.
Dennoch gibt es ja auch die Möglichkeit, über Spenden zu helfen. Wir haben hier eine Adresse, wo wir denken, dass man über diese schnell und unbürokratisch helfen kann. Es sind Freunde von Freunden, die in Talca ganz tatkräftig einige Häuser für Familien bauen, denen das Dach über dem Kopf sozusagen zusammengebrochen ist. Ab April beginnt hier wieder die Regenzeit und momentan wohnen viele Menschen bedingt durch das Erdbeben nur unter einer Plastikplane.
Helge ist selbst kurz nach dem Erdbeben mit dem Bus noch einmal durch diese Region gefahren und berichtete auch von schlimmen Zerstörungen an Häusern, Gebäuden und Denkmälern. Wen es interessiert, kann hier auf erdbebenhilfe-talca klicken und spenden oder den Blog lesen, wie die bisher eingegangenen Spenden verwendet werden, inkl. Fotos.
Also, wer mag, kann spenden und auch von ein paar Euro kann man schon ein Paket Nägel kaufen.
Jede kleine Spende hilft und geht garantiert nicht in private Taschen.
Laut Berichten von Freunden und Bekannten sind die Nachrichten in Deutschland über Chiles aktuelle Situation nach dem katastrophalen Erdbeben nur noch rar und selten. Trotzdem wird in Chile weiterhin Hilfe für den Wiederaufbau benötigt. Vor allem arme Familien deren Häuser zestört sind, sind darauf angewiesen.
In diesem Sinne,
Saludos cordiales
Helge y Tatjana
Erstellt am Freitag 26. März 2010
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Zu Besuch bei den Pinguinen
Nach meiner Ankunft in Puerto Natales nahm ich mir einen Bus nach Punta Arenas. Die Fahrt dorthin führte durch die Pampa. Weitläufige Ebenen, die bis zum Horizont mit Gras und kleinen Büschen bewachsen ist. Ab und zu sieht man ein paar Schafe und an den Lagunen standen wie rosa Farbtupfer Flamingos im Wasser. Ich dachte immer Flamingos gibt es eher in wärmeren Regionen. Nach der Ankunft in Punta Arenas abends um 20.00 begebe ich mich auf die Suche nach einem Hostel. Nach kurzer Suche komme ich im Barefoot Hostal für kleines Geld im Dorm (Gemeinschaftszimmer mit Etagenbetten) unter. Die anderen Gäste hier sind mir ein wenig suspekt und so beschließe ich schon abends, mir am nächsten Tag eine andere Unterkunft zu suchen.
Erstellt am Sonntag 21. März 2010
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Durch die patagonischen Kanäle
Nachdem wir in Puerto Varas für Tatjana eine annehmbare Unterkunft gefunden hatten (dies war gar nicht so einfach, da Puerto Varas ziemlich teuer ist), konnte ich mich beruhigt auf meine Schiffsreise von Puerto Montt nach Puerto Natales begeben. Was für einen glücklichen Treffer wir mit der Residencial Hellwig getroffen hatten, wurde uns erst recht nach dem Erdbeben bewußt.
Nach dem Boarding auf der Ferry Evangelistas und dem Beziehen der Kabinen, bzw. in meinem Fall war es nur ein Stockbett (die günstigste Variante), gab es für alle Passagiere eine Sicherheitseinweisung. Danach haben die meisten Passagiere bei immer schöner werdenden Wetter auf dem Oberdeck gewartet, dass die Fähre ablegt. Auf dem Schiff hat man sich schnell zurecht gefunden. Die Bereiche, die für die Passagiere zugänglich waren, sind sehr überschaubar gewesen. Es gibt drei Decks, welche den Passagieren zur Verfügung stehen. Auf dem Upperdeck gab es einen Pub mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer kleinen Bar, auf dem Bridgedeck war der Speisesaal, die Brücke und die teureren Kabinen untergebracht und darunter, auf dem Boatdeck waren die günstigeren Kabinen und Stockbetten verteilt. Mit vier Stunden Verspätung legte die Fähre dann endlich gegen 21.00 ab.
Erstellt am Montag 15. März 2010
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Chiloe
Jetzt auch mal wieder was Erfreuliches auf unserem Blog. Es ist zwar schon etwas her, aber vor dem Erdbeben waren wir ja noch ein wenig unterwegs. So haben wir einen Kurzausflug nach Argentinien gemacht, um unser Visum für Chile aufzufrischen, waren auf der Insel Chiloe und Helge ist danach noch für 12 Tage alleine Richtung Süden gereist. Chiloe ist eine Insel unterhalb von Puerto Montt auf der viele Chilenen einen Teil ihres Urlaubes verbringen, um die Ursprünglichkeit und das „einfache Leben” kennen zu lernen. Die Bevölkerung auf Chiloe ist sehr arm, die Arbeitslosigkeit ist hoch und der Alkoholkonsum ebenso. Seit Jahren liegt in den Schubladen der Regierung ein Plan für den Bau einer Brücke, die die Insel mit dem Festland verbinden soll.
Erstellt am Donnerstag 11. März 2010
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Terremoto in Chile
Mir fehlen nach wie vor die Worte, ich stehe weiterhin ein wenig unter Schock und dennoch möchte ich einen Bericht schreiben für die vielen sorgenvollen Emails und Fragen, wie es uns geht. Zuerst einmal, es geht uns gut.
Wir sind tatsächlich mit einem Schrecken, Schock und ein paar blauen Flecken und niedrigem Kreislaufstatus davon gekommen. Aber wirklich toll ist ja, dass uns dreien nichts größeres passiert ist.
Ja, nun berichte ich hier einmal von vorne, wie sich das Erdbeben bei mir in Puerto Varas zugetragen hat. Helge war ja zum Glück zu der Zeit im Torres del Paine (noch weiter im Süden), wo er nichts vom Erdbeben gemerkt hat. Bei mir war in den Tagen vorher in Puerto Varas herrlichstes Sonnenwetter. Ich hatte jeden Tag am See kleinere Spaziergänge gemacht, den Blick auf den Vulkan Osorno genossen und ich war wohl auf.
Erstellt am Donnerstag 4. März 2010
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Valdivia
Nun liegt der Autoaufbruch schon eine Weile zurück und wir konnten uns viele Dinge in Valdivia wieder besorgen. So haben wir uns ein kleines Netbook, einen neuen Rucksack und viel Kleinkram, wie zum Beispiel Aufladegeräte für Kamera und MP3-Player gekauft. Was nach dem Aufbruch bleibt, ist ein nicht mehr ganz so sorgloses Gefühl, wenn wir unser Auto irgendwo stehen lassen. Auch nachdem wir nun schon von einigen gehört haben, dass das Auto Aufbrechen hier in Chile nicht selten vorkommt, lassen wir unseren Bus, der zudem anscheinend ja auch noch besonders leicht zu knacken ist, nur noch an bewachten Parkplätzen zurück.
Erstellt am Donnerstag 11. Februar 2010
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