Los volcanes Pacaya y San Pedro
Es ist nun schon ca. drei Wochen her, als ich eine Tour auf den Vulkan Pacaya unternommen habe und auch die Besteigung des San Pedro am Largo Atitlan liegt schon etwas zurück. Daher hier nur eine kurze Beschreibung mit den Bildern dazu.
Der Pacaya ist 2552m hoch und einer der aktivsten Vulkane Guatemalas. Der Berg ist relativ einfach zu besteigen. Wer möchte kann sich auch auf einem Pferd hoch führen lassen. In Antigua hat so ziemlich jeder Reiseveranstalter eine Tour auf den Pacaya im Angebot. Unsere Gruppe ist nicht bis zum Krater gegangen, da dort zur Zeit mit kleiner Eruptionen und giftigen Gaswolken zu rechnen war. In 1,5 Stunden sind wir bis zu einigen glühenden Lava-Feldern bergauf gegangen. Nach ca. einer Stunde hört die grüne Vegetation auf und es beginnt eine schwarze Mondlandschaft. Hierher hat das Leben noch nicht zurück gefunden. Der Untergrund besteht aus spitzem Lavageröll. Nach einer weiteren halben Stunde gelangt man zu den glühenden Lava-Feldern. Der Untergrund ist hier sehr warm. Denjenigen mit dünnen Turnschuhsohlen wurde es schnell zu warm an den Fußsohlen. Merkwürdigerweise roch es überhaupt nicht nach Schwefel - vielleicht wehte der Wind die Gerüche in eine andere Richtung.
Der Vulkan San Pedro ist 3020m hoch. Der Vulkan gilt als erloschen. Bis zum Gipfel ist er mit dichtem Bergnebelwald bewachsen und selbst den Krater kann man vor lauter Vegetation nur noch erahnen. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg wegen der schönen Sicht und des unberührten Waldes. Von 1560m ging es auf der Ladefläche eines Lastwagens mit vielen Bauern, die auf dem Weg zu ihren Feldern waren, bis auf 1700m. Dort befindet sich ein kleines Besucherzentrum, in dem man sich in eine Liste eintragen muss. Von hier ging es sehr bald, ziemlich steil bergauf. Mein Führer war ein sehr netter Campensino (Bauer) aus dem Dorf San Pedro. Innerhalb von drei Stunden sind wir den Berg praktisch hoch gelaufen. So kam es mir jedenfalls vor. Die Beine zitterten, der Puls raste und mein T-Shirt war klitschenass. Und mein Guide…? In seinen FlipFlops war er mir immer ein gutes Stück voraus und musste warten, bis auch ich endlich mal wieder zu sehen war. Auf dem Gipfel bot sich ein wunderbarer Blick über den Atitlan-See und die Umgebung. Bergab war für die Kondition dann nicht mehr so anstrengend, dafür ging es aber richtig in die Beine. Mehrere Tage danach hatte ich noch starken Muskelkater. Aber es hat sich trotzdem gelohnt.