Archiv für die 'Chile' Kategorie
Puerto Varas und Umgebung
Nun endlich auch ein kleiner Bericht über das kleine Städtchen Puerto Varas und seine bezaubernde Umgebung. Hier habe ich die Zeit verbracht, als Helge im Torres del Paine war. Bevor Helge weiter in den Süden gefahren ist, haben wir von hier aus gemeinsam schöne Unternehmungen gemacht. Für mich wird Puerto Varas in besonderer Erinnerung bleiben, da ich hier das große Erdbeben am 27.02.2010 miterlebt habe.
Puerto Varas nennt sich auch die Stadt der Rosen und es blühen tatsächlich einige Rosen entlang der Uferpromenade und einigen Straßen im Ort. Allerdings ist Puerto Varas besonders wegen seiner Lage direkt am Lago Llanquihue mit Blick auf den 2652 Meter hohen, schneebedeckten, majestätischen Vulkan Osorno bekannt.
Erstellt am Donnerstag 15. April 2010
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Frohe Ostern
Hier nur kurz an alle Freunde, Bekannten und Verwandten ein kurzer Ostergruß aus Santiago de Chile. Hier sind wir mittlerweile gut angekommen, haben eine wunderschöne Wohnung bezogen, bei der wir wirklich Glück gehabt haben, da wir sie ja über das Internet gemietet haben, ohne sie jemals life gesehen zu haben. Es gab ein schönes Wiedersehen mit meinen Eltern, die hier in Santiago heil angekommen sind, um dann auch zur Geburt unserer Kleinen vor Ort zu sein. Wir freuen uns auf ein Osterbrunch zu viert und Helge genießt die Freiheit, mal einen Spaziergang in alter Geschwindigkeit zu unternehmen, während ich mit meinen Eltern die Parkbänke Santiagos auf ihre Tragfähigkeit teste. Die Abstände der Pausen werden immer dichter, während ich unser Osterei vor mir herschiebe Naja, lange ist es auch nicht mehr und die Vorfreude wird täglich größer und wir sind schon sehr gespannt, was da neues auf uns zukommt. Unsere Vorstellungskraft, wie ein leben zu dritt aussehen könnte, ist nach wie vor sehr zaghaft, aber wir haben beschlossen, uns einfach überraschen zu lassen von unserem kleinen Überraschungsei mit seinem Eigenleben. In diesem Sinne wünschen wir euch allen Frohe Ostern und ein paar erholsame freie Feiertage!
Erstellt am Sonntag 4. April 2010
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Torres del Paine
Nachdem ich die Pinguinkolonie in der Magellanstrasse besucht habe, ging es von Puerto Natales aus in den Nationalpark Torres del Paine. Dieser Park ist wohl das bekannteste Wandergebiet Chiles, gehört zum Welt-Biosphärenreservat von der UNESCO und wird somit auch von sehr vielen Touristen angesteuert. Verschiedene Touren erschließen dieses Gebiet. Die Infrastruktur aus Wanderwegen und Zufahrtsstrassen ist im Park gut ausgebaut, um den Besucherandrang zu bewältigen. Neben Tageswanderungen ohne Übernachtung gibt es die bekannte W-Wanderung (Dauer 3-4 Tage) und den Rundweg (Dauer 7-10 Tage). Alle Wanderwege sind bestens markiert und es ist zumindest auf der W-Wanderung, die ich gegangen bin, fast unmöglich sich zu verlaufen. Am Besuchereingang bekommt man eine kleine Wanderkarte mit den wichtigsten Informationen. Es ist also nicht nötig, sich vorher eine teure Wanderkarte zu kaufen. Auch wie im Reiseführer zu lesen ist, dass man nicht alleine gehen soll, halte ich zumindest in der Hauptsaison für übertriebene Vorsicht. Der Park ist so gut mit Wanderern gefüllt, dass man nie lange warten muss, bis jemand vorbei kommt. Übernachtet wird im Park entweder in den Refugios für sehr viel Geld oder man nimmt ein Zelt mit und übernachtet auf den Campingplätzen, teilweise sogar umsonst.
Erstellt am Freitag 2. April 2010
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Hilfe für Erdbebenopfer in Chile
Hallo, alle zusammen,
wie Ihr alle wisst, wurde Chile von einem verheerenden Erdbeben gefolgt von einer Flutwelle getroffen, 4 Regionen des Landes sind stark betroffen.
Nun sind die ersten Wochen nach dem Erdbeben verstrichen und leider ist es so, dass wir selber, durch unsere ganz eigenen Umstände, für die Familien und Menschen, die ihr Dach über dem Kopf und noch viel mehr bei dem Erdbeben verloren haben, wenig tun können.
Dennoch gibt es ja auch die Möglichkeit, über Spenden zu helfen. Wir haben hier eine Adresse, wo wir denken, dass man über diese schnell und unbürokratisch helfen kann. Es sind Freunde von Freunden, die in Talca ganz tatkräftig einige Häuser für Familien bauen, denen das Dach über dem Kopf sozusagen zusammengebrochen ist. Ab April beginnt hier wieder die Regenzeit und momentan wohnen viele Menschen bedingt durch das Erdbeben nur unter einer Plastikplane.
Helge ist selbst kurz nach dem Erdbeben mit dem Bus noch einmal durch diese Region gefahren und berichtete auch von schlimmen Zerstörungen an Häusern, Gebäuden und Denkmälern. Wen es interessiert, kann hier auf erdbebenhilfe-talca klicken und spenden oder den Blog lesen, wie die bisher eingegangenen Spenden verwendet werden, inkl. Fotos.
Also, wer mag, kann spenden und auch von ein paar Euro kann man schon ein Paket Nägel kaufen.
Jede kleine Spende hilft und geht garantiert nicht in private Taschen.
Laut Berichten von Freunden und Bekannten sind die Nachrichten in Deutschland über Chiles aktuelle Situation nach dem katastrophalen Erdbeben nur noch rar und selten. Trotzdem wird in Chile weiterhin Hilfe für den Wiederaufbau benötigt. Vor allem arme Familien deren Häuser zestört sind, sind darauf angewiesen.
In diesem Sinne,
Saludos cordiales
Helge y Tatjana
Erstellt am Freitag 26. März 2010
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Zu Besuch bei den Pinguinen
Nach meiner Ankunft in Puerto Natales nahm ich mir einen Bus nach Punta Arenas. Die Fahrt dorthin führte durch die Pampa. Weitläufige Ebenen, die bis zum Horizont mit Gras und kleinen Büschen bewachsen ist. Ab und zu sieht man ein paar Schafe und an den Lagunen standen wie rosa Farbtupfer Flamingos im Wasser. Ich dachte immer Flamingos gibt es eher in wärmeren Regionen. Nach der Ankunft in Punta Arenas abends um 20.00 begebe ich mich auf die Suche nach einem Hostel. Nach kurzer Suche komme ich im Barefoot Hostal für kleines Geld im Dorm (Gemeinschaftszimmer mit Etagenbetten) unter. Die anderen Gäste hier sind mir ein wenig suspekt und so beschließe ich schon abends, mir am nächsten Tag eine andere Unterkunft zu suchen.
Erstellt am Sonntag 21. März 2010
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Durch die patagonischen Kanäle
Nachdem wir in Puerto Varas für Tatjana eine annehmbare Unterkunft gefunden hatten (dies war gar nicht so einfach, da Puerto Varas ziemlich teuer ist), konnte ich mich beruhigt auf meine Schiffsreise von Puerto Montt nach Puerto Natales begeben. Was für einen glücklichen Treffer wir mit der Residencial Hellwig getroffen hatten, wurde uns erst recht nach dem Erdbeben bewußt.
Nach dem Boarding auf der Ferry Evangelistas und dem Beziehen der Kabinen, bzw. in meinem Fall war es nur ein Stockbett (die günstigste Variante), gab es für alle Passagiere eine Sicherheitseinweisung. Danach haben die meisten Passagiere bei immer schöner werdenden Wetter auf dem Oberdeck gewartet, dass die Fähre ablegt. Auf dem Schiff hat man sich schnell zurecht gefunden. Die Bereiche, die für die Passagiere zugänglich waren, sind sehr überschaubar gewesen. Es gibt drei Decks, welche den Passagieren zur Verfügung stehen. Auf dem Upperdeck gab es einen Pub mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer kleinen Bar, auf dem Bridgedeck war der Speisesaal, die Brücke und die teureren Kabinen untergebracht und darunter, auf dem Boatdeck waren die günstigeren Kabinen und Stockbetten verteilt. Mit vier Stunden Verspätung legte die Fähre dann endlich gegen 21.00 ab.
Erstellt am Montag 15. März 2010
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Chiloe
Jetzt auch mal wieder was Erfreuliches auf unserem Blog. Es ist zwar schon etwas her, aber vor dem Erdbeben waren wir ja noch ein wenig unterwegs. So haben wir einen Kurzausflug nach Argentinien gemacht, um unser Visum für Chile aufzufrischen, waren auf der Insel Chiloe und Helge ist danach noch für 12 Tage alleine Richtung Süden gereist. Chiloe ist eine Insel unterhalb von Puerto Montt auf der viele Chilenen einen Teil ihres Urlaubes verbringen, um die Ursprünglichkeit und das „einfache Leben” kennen zu lernen. Die Bevölkerung auf Chiloe ist sehr arm, die Arbeitslosigkeit ist hoch und der Alkoholkonsum ebenso. Seit Jahren liegt in den Schubladen der Regierung ein Plan für den Bau einer Brücke, die die Insel mit dem Festland verbinden soll.
Erstellt am Donnerstag 11. März 2010
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