Caye Caulker
So, jetzt sind wir schon seit über einer Woche auf Caye Caulker. Wir haben hier eine nette Unterkunft in einem Hotel - sogar mit eigenem WC und Dusche. Die Lebensmittel (außer Alkohol) sind hier sehr teuer - teilweise 50% mehr als auf dem Festland. Zum Glück haben wir aber die Möglichkeit, die Küche der Hotelinhaberin mit zu benutzen, so müssen wir schon mal nicht jeden Tag essen gehen. Caye Caulker ist ca. 8km lang und 2km breit - eine kleine Karibikinsel mit 1300 Einwohnern, welche von dem Hurrikan „Hattie” 1961 zweigeteilt wurde. Der dabei entstandene Kanal zwischen den beiden Teilen, durch den jetzt das Wasser fließt, wird von den Einheimischen einfach „Split” genannt.
Hier ist der Untergrund nicht so stark mit Seegras bewachsen, weshalb dies eine schöne Badestelle auf der kleinen Insel ist. Der Name Caulker stammt von dem englischen Wort caulking ab, was soviel wie abdichten (kalfatern) von Booten bedeutet. Der nördliche Teil der Insel ist fast unbewohnt. Die Südinsel, auf der sich das Leben abspielt, ist in einer Stunde abzugehen. Das Highlight an diesem Ort ist neben dem Sportfischen natürlich das Tauchen und Schnorcheln an dem östlich der Insel liegendem Barrier Reef - das zweitgrößte der Welt nach dem Great Barrier Reef vor Australien. Allerdings muss man dafür eine Tour buchen, da das Riff zum Hinausschwimmen zu weit entfernt ist.
Auf der Insel gibt es nur ganz wenige altersschwache Autos. Ansonsten fahren hier nur die bei uns von Golfplätzen bekannten Clubcars mt 10km/h durch die Gegend. Der Lifestyle ist sehr entspannt und locker. „Go slow” ist hier das Motto und die Hitze am Tage hilft einem dabei. Am Straßenrand stehen viele halb aufgeschnittene Tonnen, die als Grill umfunktioniert wurden, auf denen am Abend der Fang aus dem Meer gegrillt wird.
Der Handel mit Lebensmitteln scheint hier in chinesischer Hand zu sein. Alle Supermärkte in denen wir bisher waren, werden von Chinesen geführt.
Die Insel lebt vom Tourismus und dem Verkauf von Grundstücken an Leute, die sich hier ihren Karibiktraum erfüllen wollen. Trotzdem gibt es hier keine Betonklötze. Nur wenige Häuser haben mehr als zwei Stockwerke und die meisten kleineren Häuser sind auf Holzpfählen gebaut, damit der Wohnbereich der Häuser vom frischen Meereswind durchlüftet wird.
So, schön es hier ist, so freuen wir uns dennoch bald wieder aufzubrechen. Unser nächstes Ziel ist erst einmal Belize City, um von dort weiter nach Westen Richtung Guatemala zu reisen.